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Baden-Württemberg-Trend bei Wohnimmobilien leicht fallend; in Stuttgart tendenziell steigendes Preisniveau PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 02. März 2010 um 00:00 Uhr

„Der Immobilienmarkt in Baden-Württemberg wurde 2009“, so Prof. Kippes, „stark von Immobilieninteressenten beeinflusst, die Geld in die relativ sichere Anlageform Immobilie umschichten wollen. Diese Umschichtungswelle in sichere Sachwerte ebbt derzeit nicht ab, sondern setzt sich ungebrochen fort.“ „Auslöser hierfür ist vielfach der Versuch“, so der Vorstandsvorsitzende des IVD-Süd Erik Nothhelfer, „das Risiko anderer Anlagen zu vermeiden und auf Nummer sicher zu gehen.“ Hierfür bieten sich nicht zuletzt, so Erik Nothhelfer, die relativ krisensicheren Innenstadtlagen in Baden-Württemberg an.

Gedämpft wird das Marktgeschehen, so Prof. Stephan Kippes, durch die Situation am Arbeitsmarkt bzw. die Arbeitslosen- und Kurzabeiterzahlen. Der Wohnimmobilienmarkt in Baden-Württemberg, speziell aber auch der in Stuttgart, ist derzeit, so Prof. Stephan Kippes, allerdings im Vergleich zu anderen Regionen moderater von der Finanzmarktkrise betroffen, wenngleich teilweise Käufer auf Grund von Kurzarbeit bzw. Arbeitsplatzverlust ausfallen. Der Grund hierfür ist, dass der durch die Finanzmarktkrise ausgelöste Umschichtungseffekt von Finanzprodukten hin zur Immobilie relativ stark ausgeprägt ist.

Tendenziell gingen die Immobilienpreise im Landestrend bei Häusern je nach Objekttyp zwischen 1,6% und 5,0% zurück; Neubauwohnungen tendierten mit ca. -3% schwächer. Damit konnten sich die Immobilienpreise, die sich in Baden-Württemberg im Deutschlandvergleich auf sehr hohem Niveau befinden, vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Finanzmarktkrise in Relation zu anderen Regionen relativ gut behaupten.

Das Umsatzvolumen am Immobilienmarkt ist in Baden-Württemberg im Jahr 2009 deutlich zurückgegangen, wobei der IVD schon früher festgestellt hatte, dass sich die Umsatztätigkeit langfristig nicht an den Werten der historischen Rekordjahre 2006 und 2007 orientieren werde als die Investmentmärkte einen nie da gewesenen Boom erlebten, sondern an üblichen Größenordnungen wie sie etwa im Jahr 2005 realisiert wurden. Und in dieser Größenordnung liegt der Wert für 2009. Insofern handelt es sich um eine notwendige Normalisierung der Immobilienumsätze speziell im Investmentbereich.

Mit einem Minus von -13,3% fällt der Rückgang der Immobilienumsätze 2009 jedoch etwas geringer aus als im Bundesdurchschnitt (knapp 16%). Die Ursache dafür, dass sich Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern trotz der Finanzmarktkrise relativ gut behaupten konnte, liegt darin, dass es hier deutlich weniger große Paketverkäufe als andernorts und auch keine Überhitzung der Immobilienpreise gab.

Der Immobilienpreisspiegel kann im Internet unter www.ivd-sued.net erworben werden.